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U19-Löwen verspeisen die Jungwiesel: Halbfinale!

     Männliche A1-Jugend  

Stehende Ovationen für die A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen, die vor 500 Zuschauern in der Östringer Stadthalle ins Halbfinale um die Deutsche Handballmeisterschaft einzieht. Mit 35:25 (16:10) überrollen die Junglöwen den TSV Bayer Dormagen und zählen damit erneut zu den vier besten Mannschaften Deutschlands.

Im vierten Anlauf ist der Knoten endlich geplatzt - und wie! Dreimal standen sich die Junglöwen und die Jungwiesel seit der B-Jugend mit ihren Jahrgängen 2005/06 in K.o.-Spielen bereits gegenüber, und dreimal endeten die Duelle jeweils unentschieden. Damit ist es nun vorbei, denn das vierte Aufeinandertreffen brachte einen glasklaren Gewinner hervor: die Rhein-Neckar Löwen. Das Team von Daniel Haase und Tobias Knaus ließ den Gästen aus dem Rheinland nicht den Hauch einer Chance, überzeugte mit einem klaren Matchplan und exzellentem Zweikampfverhalten in der Abwehr.

Dominanz gegen aufopferungsvoll kämpfende Jungwiesel

Von der ersten Minute an strahlten die Junglöwen Dominanz und Überzeugung aus, und bereits der erste Angriff der Jungwiesel endete im Zeitspiel und mit einem Ballgewinn für die Gelbhemden - ein Sinnbild für den weiteren Spielverlauf. Den ersatzgeschwächten Gästen, die auf ihre beiden etatmäßigen Kreisläufer verzichten mussten, fehlte es erkennbar an Durchschlagskraft und Körperlichkeit. Die Löwenabwehr packte gegen die Rückraumspieler der Jungwiesel beherzt zu, und gleichzeitig ließ Haase seine Außen bewusst defensiver verteidigten, als es seiner Philosophie entspricht. Damit neutralisierten die Junglöwen entscheidend die Stärken ihres Gegners und strebten mit ihrem eigenen geduldigen Angriffsspiel einem ungefährdeten Sieg entgegen.

In der 20. Spielminute traf Löwenkapitän Lennart Karrenbauer zum 11:6, die erste Fünf-Tore-Führung der Hausherren. Die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste verkürzten zwar nochmals auf 12:9 (24.), doch die Schlussminuten der ersten Halbzeit gehörten abermals den Junglöwen, die nach einem akrobatischen Buzzerbeater von Elias Ciudad-Benitez mit einem komfortablen 16:10 in die Kabinen gehen konnten.

Vorentscheidung mit 6:0-Lauf nach dem Seitenwechsel

Unmittelbar nach der Halbzeitpause machten die Junglöwen den Sack endgültig zu. "Das waren unsere schlechtesten fünf Minuten im gesamten Spiel und wir bekommen den Lauf der Löwen trotz einer Auszeit nicht gestoppt", haderte TSV-Trainer Martin Berger auf der anschließenden Pressekonferenz. Aus einem 17:12 (33.) machen die Junglöwen mit gnadenloser Effizienz ein 23:12 (39.) und bestrafen dabei jeden Fehler ihres Gegners. Das Spiel ist entschieden, die enthusiastischen Löwenfans dürfen feiern, und Haase kann damit beginnen, Kräfte seiner Jungs zu schonen, da bereits am Mittwoch das erste Halbfinalspiel in Hannover ansteht.

"Die Grundlage fürs Weiterkommen haben wir in Dormagen gelegt. Nach unserer Aufholjagd in der Schlussviertelstunde, als wir bereits 18:24 hinten lagen, sind wir mit einem sehr guten Gefühl heimgefahren. Denn wir wussten, dass wir zuhause jeden Gegner schlagen können", freute sich Haase nach dem triumphalen Halbfinaleinzug seiner Mannschaft. Auch sein Gegenüber Berger, der nach dem Spiel "total platt" war, zeigte sich zufrieden: "Herzlichen Glückwunsch an Daniel, seine Mannschaft und den ganzen Verein für das verdiente Weiterkommen ins Halbfinale. Wir lassen unser Herz auf der Platte und ackern 60 Minuten lang, das hatten wir uns geschworen. Die personelle Konstellation ist bekannt, uns fehlen zwei wichtige Stützen, die aktuell in der zweiten Liga mitspielen, Aber das, was die Truppe, die jetzt hier war, auf die Platte gebracht hat, hat mich sehr gefreut", so ein aufgeräumter Berger, der anerkennend ergänzt: "Das ist schon eine Macht, die von den Junglöwen hier im Süden ausgestrahlt wird."

Halbfinale am Mittwoch und Sonntag gegen TSV Burgdorf

Für die Haase-Sieben geht die Reise indes weiter. Im Halbfinale wartet die Überraschungsmannschaft TSV Burgdorf auf die Junglöwen, die im Viertelfinale den favorisierten SC Magdeburg aus dem Wettbewerb geworfen hat. Die Hannoveraner sind freilich keine Unbekannten, denn in der Meisterrunde standen sich beide Teams bereits gegenüber, jeweils mit dem besseren Ausgang für die Junglöwen. Doch was in der Meisterrunde war, zählt nicht mehr. Daher heißt es schon jetzt, liebe Löwenfans, sich den Termin fürs Rückspiel dick in den Kalender einzutragen: Sonntag, 15 Uhr, Stadthalle Östringen. Denn es gilt, Daniel Haases Wunsch zu erfüllen, nämlich die 1.000er-Zuschauermarke beim Heimspiel zu knacken. Alles - bis zur letzten Sekunde - für den maximalen Erfolg!

RNL: Dave Hörnig, Jonas Pleimes - Jakob Baumgärtner (2), Elias Ciudad-Benitez (4), Frederik Breithaupt, Felix Göttler (9/3), Mark Hartmann, Guy-Loup Hofbeck, Laurin Karrenbauer (6/2), Lennart Karrenbauer (4), Jan Knaus (4), Alexander Momber (1), Lucas Pabst (4), Valentin Willner (1). Trainer: Daniel Haase. Co-Trainer: Tobias Knaus.

Highlights

Die Highlights dieser Partie gibt es hier.

Trainergespräch

Die Statements der beiden Trainer Daniel Haase und Martin Berger gibt es hier

Fan-Fahrt nach Hannover-Burgdorf

Unterstützt die U19 am Mai-Feiertag vor Ort

Für das Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft wird eine Busfahrt nach Hannover-Burgdorf organisiert. Hier die Rahmendaten:

Hinweis: Diese Fahrt wird privat organisiert - das ist kein Angebot der Rhein-Neckar Löwen - Die Junglöwen

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Halbfinaleinzug: Die Junglöwen freuen sich mit ihren Fans auf Burgdorf - Fotos: Tanja Sommer
Elias Ciudad Benitez (mit neuer Frisur) setzt sich gegen die TSV-Abwehr durch
Zuverlässig auf der Außenposition: Jakob Baumgärtner
Gesichtsausdruck entspricht der Einstellung: Jan Knaus
Valentin Willner bejubelt einen gewonnen Zweikampf